Dokumente anonymisieren als Anwältin, Anwalt oder Jurist
Anwältinnen, Anwälte, Juristen und Mediatoren arbeiten täglich mit Dokumenten voller vertraulicher Informationen. Manchmal muss ein Schriftstück über den engsten Kreis hinaus geteilt werden: mit einer Kollegin zur kollegialen Beratung, in einer Wissensdatenbank, in einer Veröffentlichung oder zunehmend als Eingabe für einen KI-Assistenten. Sorgfältiges Anonymisieren ist dann keine Formalität, sondern Teil Ihrer Berufspflicht.
Verschwiegenheitspflicht und DSGVO
Neben der DSGVO gilt für Anwältinnen und Anwälte die berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 2 BORA); ihre Verletzung kann nach § 203 StGB strafbar sein. Daten von Mandanten, Gegnern und Dritten dürfen Sie nur weitergeben, soweit das für das Mandat erforderlich ist. Möchten Sie einen Fall vorstellen, bei dem die Identität der Beteiligten keine Rolle spielt, ist Anonymisieren oder Pseudonymisieren der richtige Weg. Prüfen Sie für Ihre Situation stets die geltenden Regeln und Hinweise Ihrer Kammer.
Welche Dokumente sollten Sie anonymisieren?
- Schriftsätze, die als Muster oder Vorlage dienen;
- Korrespondenz, die Sie mit Kollegen oder in einer Supervisionsgruppe besprechen;
- Urteile und Gutachten für Wissensdatenbank, Blog oder Newsletter;
- Texte für KI-Tools, mit denen Sie zusammenfassen, übersetzen oder einen ersten Entwurf erstellen.
Pseudonymisieren mit einheitlichen Platzhaltern
Juristische Texte drehen sich um Rollen: Kläger, Beklagte, Arbeitgeber, Zeuge. Ersetzen Sie Namen durch beliebige Pünktchen, wird ein Schriftsatz unlesbar. Arbeiten Sie deshalb mit einheitlichen Platzhaltern wie [PERSON 1], [PERSON 2] oder [UNTERNEHMEN A], die im gesamten Dokument gleich bleiben. So bleibt die Argumentation nachvollziehbar.
Denken Sie auch an indirekt identifizierende Angaben: Aktenzeichen, Steuer-ID, IBAN, Adressen, Geburtsdaten, Kfz-Kennzeichen, Funktionsbezeichnungen in kleinen Organisationen und markante Sachverhalte, über die in den Medien berichtet wurde.
KI-Tools ohne Risiko nutzen
Generative KI spart viel Zeit beim Zusammenfassen von Akten oder beim Entwerfen von Texten. Doch Text, den Sie in einen öffentlichen Chatbot einfügen, verlässt Ihre Kanzlei und kann beim Anbieter gespeichert werden. Die sichere Arbeitsweise:
- den Text lokal anonymisieren, bevor Sie ihn in ein KI-Tool einfügen;
- die KI mit Platzhaltern statt echten Namen arbeiten lassen;
- die echten Daten danach selbst in Ihrer eigenen Umgebung wieder einsetzen.
Alles bleibt auf Ihrem eigenen Gerät. VerumVault läuft vollständig in Ihrem Browser. Mandantenunterlagen werden weder hochgeladen noch gespeichert oder an Dritte weitergegeben. So kommt kein neuer Dienstleister mit Zugriff auf Ihre Akte hinzu.
VerumVault für die juristische Praxis
VerumVault erkennt personenbezogene Daten wie Namen, Adressen, Postleitzahlen, IBAN, Telefonnummern und E-Mail-Adressen und ersetzt sie durch eindeutige Platzhalter. Das Tool enthält außerdem Briefvorlagen, darunter eine für Kanzleien. Die Erkennung ist derzeit für niederländische Dokumente optimiert. Nutzen Sie es als schnellen ersten Schritt und prüfen Sie das Ergebnis immer selbst: Ein automatisches Tool ersetzt nicht das juristische Urteil.
Dokument kostenlos mit VerumVault anonymisieren →Läuft lokal im Browser · kein Upload · kein Konto · optimiert für niederländische DokumenteHäufige Fragen
Darf ich als Anwalt Mandantenunterlagen in ChatGPT einfügen?
Das ist wegen der Verschwiegenheitspflicht und der DSGVO riskant. Anonymisieren Sie den Text zuerst lokal, damit keine identifizierenden Daten von Mandanten oder Dritten an den KI-Dienst gehen, und beachten Sie die Hinweise Ihrer Rechtsanwaltskammer.
Was ist der Unterschied zwischen Anonymisieren und Pseudonymisieren?
Beim Anonymisieren ist die Person nicht mehr identifizierbar. Beim Pseudonymisieren ersetzen Sie Daten durch Platzhalter, mit Zusatzinformationen lässt sich die Zuordnung aber noch herstellen. Für die interne Nutzung genügt Pseudonymisieren oft.
Speichert VerumVault meine Dokumente?
Nein. Die Verarbeitung erfolgt vollständig lokal in Ihrem Browser. Es wird nichts an einen Server gesendet.